{"id":1202,"date":"2023-01-29T23:22:42","date_gmt":"2023-01-29T22:22:42","guid":{"rendered":"https:\/\/sarto-jackson.com\/?p=1202"},"modified":"2023-01-30T20:34:43","modified_gmt":"2023-01-30T19:34:43","slug":"elementarbildung-ist-entscheidend-fur-den-bildungserfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarto-jackson.com\/at\/elementarbildung-ist-entscheidend-fur-den-bildungserfolg\/","title":{"rendered":"Elementarbildung ist entscheidend f\u00fcr den Bildungserfolg"},"content":{"rendered":"<p>Mein Interview zum Thema \u201e<a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/programm\/20230124\/706318\/Gruenfink-Elementarbildung-Transfette\"><strong>Gehirnforschung: Elementarbildung entscheidend f\u00fcr Bildungserfolg<\/strong><\/a>\u201c, gestaltet von <strong>Marlene Nowotny<\/strong>, wurde am 24. J\u00e4nner 2023 in <strong>\u00d61<\/strong> ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Den weiterf\u00fchrenden Text zum \u00d61 Kurz-Interview finden Sie hier:<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M.N.: <\/strong><strong>Was ist Soziales Lernen? Welche Rolle spielt es im Kindergarten und dann f\u00fcr den sp\u00e4teren Wissenserwerb?<\/strong><\/p>\n<p><strong>I.S-J.:<\/strong> Unter Sozialem Lernen versteht man Lernen im <strong>sozialen Kontext<\/strong>. Das hei\u00dft, wir lernen durch Beobachtung und Nachahmung, also Imitation und Emulation, sowie durch soziales Referenzieren, interpersonelle Synchronierung, gemeinsame Aufmerksamkeitsverschiebung, usw. Dabei spielen <strong>reziproke Interaktionen<\/strong> mit Bezugsperson(en) eine ganz wesentliche Rolle. Mit anderen Worten, Lernen ist keine Einbahnstra\u00dfe vom Lehrenden zum Lernenden, sondern basiert auf st\u00e4ndiger wechselseitiger Interaktion der Beteiligten, also wie bei einem Ping-Pong Spiel. Die Formen des <strong>sozialen Lernens<\/strong> begleiten uns ein Leben lang, sind aber ganz <strong>besonders in den ersten Lebensjahren wichtig<\/strong>.<\/p>\n<p>Lernprozesse, die in der umgebenden Sozialgemeinschaft bzw. durch Interaktion mit Rollenbildern stattfinden, sind wesentlich f\u00fcr fast alle weiteren Lernprozesse im sp\u00e4teren Leben. Ausschlaggebend hierbei ist die <strong>soziale Bindung zu Bezugspersonen<\/strong>, die die Entwicklungsschritte und Lernprozesse f\u00f6rdern. Lernen basierend auf sozialer Bindung erfolgt in mehreren Entwicklungsstufen bis zum Volksschulalter:<\/p>\n<p>In den ersten Lebenswochen findet <strong>somatosensorisches Lernen<\/strong> durch Instinktverhalten und Pr\u00e4gung statt. Darunter f\u00e4llt auch die Reifung der Sinne und das Entwickeln des sogenannten K\u00f6rperged\u00e4chtnisses.<\/p>\n<p>In den ersten Lebensmonaten findet vor allem <strong>Pr\u00e4ferenzlernen<\/strong> statt, das in der Regel eine Art positive Konditionierungen zur Folge hat.<\/p>\n<p>Ab dem 7.\/8. Lebensmonat setzt (zus\u00e4tzlich zum Pr\u00e4ferenzlernen) Aversionslernen \/ <strong>Vermeidungslernen<\/strong> ein. Mit anderen Worten, es beginnt Amygdala-abh\u00e4ngiges Lernen, das sich in <strong>assoziativem und <\/strong><strong>emotions-abh\u00e4ngigem<\/strong> Lernen widerspiegelt.<\/p>\n<p>Ab dem 2.\/3. Lebensjahr setzt <strong>Hippocampus-abh\u00e4ngiges Lernen<\/strong> ein. Zu dieser Form des <strong>kognitiven Lernens<\/strong> komplexer Lerninhalte z\u00e4hlen die meist untersuchten expliziten Lern- und Ged\u00e4chtnisprozesse.<\/p>\n<p>Ab dem 3.\/4. Lebensjahr kommt es zur Entwicklung der exekutiven Funktionen, z.B. <strong>Impulskontrolle, Entscheidungen treffen, Selbstregulation, <\/strong>usw. Die Ausreifung dieser kognitiven F\u00e4higkeiten ist erst im fr\u00fchen Erwachsenenalter abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bei all diesen Prozessen spielen Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn eine Schl\u00fcsselrolle, da sie f\u00fcr die St\u00e4rke der Signal\u00fcbertragung zwischen den Nervenzellen verantwortlich sind. Die Botenstoffe werden von sogenannten <strong>Neuromodulatoren<\/strong> beeinflusst, die deren Wirkung nuancieren. Zu den Neuromodulatoren z\u00e4hlen u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Dopamin<\/strong>: Schl\u00fcsselkomponente im <strong>Belohnungssystem<\/strong>, das Verlangen und Erwartungen reguliert. Es fungiert als Motivator und wird z.B. beim spielerischen Entdecken und Aha-Erlebnissen ausgesch\u00fcttet<\/li>\n<li><strong>Endogene Opioide<\/strong>: tragen zum <strong>Gl\u00fccksgef\u00fchl <\/strong>bei und werden beim Spielen, Lachen, Singen und bei Bewegung ausgesch\u00fcttet<\/li>\n<li><strong>Oxytozin:<\/strong> oft auch \u201e<strong>Kuschel- oder Bindungshormon<\/strong>\u201c genannt, wird bei sozialen Interaktionen, Bindungsarbeit durch die P\u00e4dagoginnen, beim gemeinsamen Spielen und K\u00f6rperkontakt wie Umarmungen ausgesch\u00fcttet<\/li>\n<\/ul>\n<p>P\u00e4dagogische Arbeit unterst\u00fctzt das Zusammenspiel von diesen Neuromodulatoren und erm\u00f6glicht das Ineinandergreifen multipler Lernprozesse. Diese Neuromodulatoren sind auch im sp\u00e4teren Leben <strong>f\u00fcr Motivation und erfolgreiches Lernen <\/strong>unabdingbar.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zum Erfolg in der elementarp\u00e4dagogischen Arbeit liegt in der Beziehungsarbeit. Denn Lernen ist ein sozialer Prozess, der nur dann in geeigneter Weise funktioniert, wenn eine positive, reziproke Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden vorliegt. Stabile und sichere Beziehungen st\u00e4rken au\u00dferdem die Resilienz \u2013 denn Oxytozin wirkt antagonistisch zu Stresshormonen.<\/p>\n<p>P\u00e4dagogInnen und Bezugspersonen vermitteln soziales Lernen und <strong>schaffen <\/strong><strong>damit<\/strong><strong> die Voraussetzung f\u00fcr die Entwicklung von kognitivem Potenzial<\/strong>, den Erwerb von sozialen und fachlichen Kompetenzen sowie ganz allgemein einen Rahmen f\u00fcr Wissbegierde und Lernbereitschaft. Diese F\u00e4higkeiten werden zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt in anderen Bildungseinrichtungen nicht mehr explizit vermittelt, sondern schlichtweg f\u00fcr den Wissenserwerb vorausgesetzt. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Lernbereitschaft durch <strong>Selbstmotivation<\/strong> (Belohnungserlebnisse)<\/li>\n<li>Bereitschaft <strong>soziale Bindungen<\/strong> einzugehen<\/li>\n<li><strong>Stressregulation<\/strong>: weniger Schulangst und Pr\u00fcfungsangst<\/li>\n<li><strong>Inhibitorische Kontrolle \/ Impulskontrolle<\/strong>: wichtig f\u00fcr Konzentration, Aufmerksamkeit, Frustrationstoleranz, Selbstdisziplin<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M.N.: <\/strong><strong>Wie sehen \u201ehirngerechte\u201c Bildungsangebote im Kindergarten aus? K\u00f6nne<\/strong><strong>n<\/strong><strong> sie ein, zwei Beispiele nennen?<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>I.S-J.:<\/strong> \u201eHirngerecht\u201c ist ein Wort, das uns ein bisschen in die Irre f\u00fchrt. Wir bzw. unser Hirn lernt, was man anbietet \u2013 also auch Lerninhalte, die wir jetzt nicht explizit anstreben zu lernen. Beispielsweise haben Studien gezeigt, dass sich die kortikale Repr\u00e4sentation des Daumens (also der mit dem Daumen assoziierte Bereich des Motorkortex) innerhalb kurzer Zeit deutlich vergr\u00f6\u00dfert, wenn Probanden repetitive motorische Abl\u00e4ufe durchf\u00fchren, wie Textnachrichten auf einem Handy schreiben. Oder wir lernen durch Angst-Konditionierung besonders effizient, deshalb ist schwarze P\u00e4dagogik leider so effizient.<\/p>\n<p>Aber diese Art von \u201egehirngerecht\u201c ist ja eigentlich nicht gemeint mit Ihrer Frage. Reden wir daher besser \u00fcber <strong>neurobiologisch fundiert<\/strong> und <strong>p\u00e4dagogisch wertvoll<\/strong>.<\/p>\n<p><strong><u>Beispiel #1 Bildungsangebot in Kindergarten:<\/u><\/strong><strong> Geschichten vorlesen, erz\u00e4hlen, kommunizieren mit verschiedenen Bezugspersonen <\/strong><\/p>\n<p>Der <strong>aktive Wortschatz<\/strong> nimmt in den ersten Lebensjahren der neurotypischen Hirnentwicklung rasant zu. Im <strong>Alter von 3 Jahren<\/strong> haben Kinder einen Wortschatz von <strong>bis zu &gt; 1200 Worten<\/strong>. Das ist allerdings ein relativ gro\u00dfer Wortschatz, den Kinder nur dann besitzen, wenn viel mit ihnen gesprochen und viel vorgelesen wird. Kinder, die weniger Worte zu h\u00f6ren bekommen, haben einen <strong>geringeren Wortschatz<\/strong> (zum Teil weniger als die H\u00e4lfte). Fehlende F\u00f6rderung verst\u00e4rkt diesen Unterschied zunehmend, was dann in der Schule zu einem massiven Nachteil f\u00fchren kann. <strong>Im schlechtesten Fall, tr\u00e4gt man diesen Nachteil sein Leben lang mit.<\/strong><\/p>\n<p>In der Literatur findet man die Bezeichnung \u201e<strong>Million-Word Gap<\/strong>\u201c, wenn es um den <strong>passiven Wortschatz<\/strong> der Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahre geht. Die exakten Zahlen gehen nach Expertenmeinung auseinander, aber sehr wahrscheinlich liegt der Unterschied an der Anzahl von Worten, die Kinder aus Familien mit unterschiedlicher Bildungsaffinit\u00e4t h\u00f6ren, im Bereich von einigen Millionen Worten.<\/p>\n<p>Im Kindergarten liegt ein <strong>Schwerpunkt auf der F\u00f6rderung der sprachlichen F\u00e4higkeiten<\/strong>. Diese Millionen-Worte-Kluft kann durch P\u00e4dagogInnen, die gezielt Sprachf\u00f6rderung durchf\u00fchren, deutlich verringert werden. Dieser Prozess findet aber auch generell in heterogenen Gruppen statt aufgrund der verbalen Vielseitigkeit von Gruppen-Interaktionen.<\/p>\n<p><strong><u>Beispiel #2 Bildungsangebot im Kindergarten:<\/u><\/strong><strong> inhibitorische Kontrolle \/ Impulskontrolle<\/strong><\/p>\n<p>Ein wichtiger Schritt in der kindlichen Entwicklung ist das Erlernen <strong>inhibitorischer Kontrolle \/ Impulskontrolle<\/strong>. Das hei\u00dft, Kinder erwerben die F\u00e4higkeit ihr Verhalten, ihre Emotionen und Gedanken zu regulieren. Diese kognitive Regulation, die wichtig ist um fokussiert Aufgaben zu erf\u00fcllen (erh\u00f6hte Konzentrationsf\u00e4higkeit, Aufmerksamkeit), korreliert mit sp\u00e4teren schulischen Leistungen (in Mathematik sowie bei Lese- und Schreibf\u00e4higkeit). Elementarp\u00e4dagogInnen f\u00f6rdern gezielt die Impulskontrolle durch klare Gruppen-Regeln (<strong>R\u00fccksichtnahme<\/strong>), Spiele in der Gruppe (<strong>gemeinsame Aufmerksamkeitsverschiebung<\/strong>), Morgenkreis (<strong>Ausreden lassen<\/strong>), Puzzles \/ Zeichnung fertig stellen (<strong>Durchhalteverm\u00f6gen) <\/strong>und schlie\u00dflich durch altersad\u00e4quate Lernspiele (<strong>zunehmend schwierigere Herausforderungen annehmen<\/strong>).<\/p>\n<p>Dabei ist wichtig anzumerken, dass gerade in der Elementarp\u00e4dagogik nicht Konkurrenzdenken im Vordergrund steht, sondern pers\u00f6nliche Weiterentwicklung: das <strong>Kind verbessert sich im Vergleich dazu, was er\/sie vorher konnte<\/strong>, nicht im Vergleich zu anderen Kindern!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M.N.: <\/strong><strong>Lassen sich erfolgreiche\/wirksame Elementarp\u00e4dagogik und deren neurobiologische Auswirkungen messen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>I.S-J.:<\/strong> Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die belegen, dass erfolgreiche Elementarp\u00e4dagogik neurobiologisch messbar ist.<\/p>\n<p><strong>Beispiel #1:<\/strong><\/p>\n<p>Funktionelle Magnetresonanzstudien mit Kindergartenkindern haben gezeigt, dass das Spielen eines p\u00e4dagogischen Buchstaben-Sprachlaut-Verkn\u00fcpfungs-Spiels, selbst wenn die Spielzeit insgesamt nur 3,6 Stunden \u00fcber einen Zeitraum von 8 Wochen betr\u00e4gt, zu einer Ver\u00e4nderung der neuronalen Aktivit\u00e4t in einer bestimmten Hirnregion des visuellen Systems f\u00fchrt, n\u00e4mlich im Gyrus fusiformis.<\/p>\n<p>Die getesteten Kinder hatten vor der Studie Erfahrungen mit Buchstaben gemacht, aber die Gehirnregion (Gyrus fusiformis) war vor der Studie nicht aktiv, wenn Buchstaben gezeigt wurden. Erst <strong>nach der p\u00e4dagogischen Spielintervention kam es zu den neurobiologischen \u00c4nderungen<\/strong>. Das hei\u00dft, der p\u00e4dagogisch angeleitete Lernprozess, Buchstaben mit den entsprechenden Sprachlauten zu verkn\u00fcpfen, f\u00fchrt zu funktionellen \u00c4nderungen im Gehirn \u2013 eine \u00c4nderung, die nur durch passive Wahrnehmung nicht stattfindet.<\/p>\n<p><strong>Beispiel #2:<\/strong><\/p>\n<p>S\u00e4uglinge (ab einem Alter von 6 Wochen) von Familien mit niedrigem sozio\u00f6konomischem Status wurden randomisiert einer Studie zugeteilt. Ein Teil der Kleinkinder erhielt <strong>5 Jahre lang kognitiv und sprachlich anregender p\u00e4dagogische Betreuung<\/strong>. P\u00e4dagogische Interventionen umfassten F\u00f6rderungsangebote im Hinblick auf Sprachentwicklung, kognitives Training und interaktives Lernen. Im Alter von <strong>30-40 Jahren <\/strong>wurden die Probanden mittels strukturellen Gehirn-MRT-Scans nochmals untersucht.<\/p>\n<p>Die Analyse der Scans zeigte, dass Erwachsene, die als Kinder p\u00e4dagogisch gef\u00f6rdert wurden, eine <strong>Vergr\u00f6\u00dferung<\/strong> des gesamten Gehirnvolumens, einschlie\u00dflich <strong>des Kortex\u00b4<\/strong>, aufwiesen. Mehrere spezifische kortikale Regionen erschienen gr\u00f6\u00dfer, wie beispielsweise beidseitig der anteriore Gyrus cinguli sowie der rechte Gyrus frontalis inferior. Der Effekt war bei M\u00e4nnern gr\u00f6\u00dfer als bei Frauen.<\/p>\n<p>Diese Ergebnisse best\u00e4tigen die Erkenntnisse aus Tiermodellen und zeigen die Auswirkungen sprachlicher und kognitiver Stimulation auf die Gehirnstruktur.<\/p>\n<p><strong>Beispiel #3:<\/strong><\/p>\n<p>Emotionale und soziale F\u00e4higkeiten (\u201e<strong>Emotionswissen<\/strong>\u201c) sind Schl\u00fcsself\u00e4higkeiten, die Kinder bereits w\u00e4hrend ihrer Kindergartenzeit entwickeln und die eng mit sozialer Kompetenz und schulischen Leistungen zusammenh\u00e4ngen. Emotionswissen bezieht sich auf die F\u00e4higkeit, Emotionen aus Gesichtern und Verhaltensweisen im sozialen Kontext zu erkennen. Eine k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte Metaanalyse von Studien mit Kindern (im Alter von 3 bis 12 Jahren) ergab, dass Sch\u00fcler mit einem <strong>h\u00f6heren Emotionswissen<\/strong> tendenziell <strong>bessere schulische Leistungen<\/strong> sowie eine h\u00f6here <strong>Akzeptanz durch Gleichaltrige<\/strong> und eine bessere <strong>Anpassung an schulische Anforderungen<\/strong> aufwiesen.<\/p>\n<p>Eine weitere Studie testete soziale Beziehungen von 164 Kindern im Vorschulalter (N\u00e4he der Sch\u00fcler-Lehrer-Beziehungen und positive Peer-Interaktionen) und emotionale F\u00e4higkeiten (Emotionen in Fotografien erkennen, Emotionen in Geschichten erkennen). Daten wurde jeweils zu Beginn und am Ende des Vorschuljahres erhoben.<\/p>\n<p>Es zeigte sich, dass positive soziale Beziehungen (mit Lehrern und Gleichaltrigen) ausschlaggebend f\u00fcr einen Zuwachs an emotionalen F\u00e4higkeiten (Identifikation, Anerkennung) w\u00e4hrend des Vorschuljahres sowie f\u00fcr andere kognitive Leistungen waren.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>M.N.: <\/strong><strong>Was m\u00fcssen Kinderg\u00e4rten bieten, wie m\u00fcssen sie ausgestattet sein, um das zu gew\u00e4hrleisten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>I.S-J.: <\/strong>Lassen Sie mich meine Antwort in 2 Zielsetzungen unterteilen<br \/>\n1. F\u00f6rderung, 2. Vermeidung von Stresssituationen<\/p>\n<ol>\n<li>Kinder haben <strong>unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse<\/strong>, ganz besonders in alterserweiterten Gruppen, Integrationsgruppen oder Gruppen mit einem hohen Anteil an Kindern deren Muttersprache nicht deutsch ist. Aber nat\u00fcrlich gibt es auch in homogeneren Gruppen gro\u00dfe individuell Unterschiede zwischen Kindern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Idealerweise bedarf es daher einer <strong>F\u00f6rderung<\/strong> durch <strong>multidisziplin\u00e4re Teams<\/strong>. Dabei gilt nicht, dass das Team jedes Kindergartens alle Fachbereiche abdecken muss. Know-how kann man sehr gut von au\u00dfen hereinholen.<\/p>\n<p>Optimal w\u00e4re eine Einbindung von<\/p>\n<ul>\n<li>Entwicklungspsychologen,<\/li>\n<li>Sozialp\u00e4dagoginnen<\/li>\n<li>Inklusiven Elementarp\u00e4dagoginnen<\/li>\n<li>Logop\u00e4dinnen<\/li>\n<li>Ergotherapeutinnen<\/li>\n<li>Sonder- und Heilp\u00e4dagoginnen (insb. f\u00fcr die Fr\u00fchf\u00f6rderung)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das kann nat\u00fcrlich nicht ein einzelner Kindergarten aufbieten. Dazu geh\u00f6ren <strong>zentral organisierte Kontingente, die von Kinderg\u00e4rten abrufbar sind<\/strong>.<\/p>\n<p>Kinder durchlaufen Entwicklungsschritte unterschiedlich schnell, das ist ganz \u201enormal\u201c. Entwicklungsschritte werden \u201eschneller\u201c gemacht, wenn sie gef\u00f6rdert oder p\u00e4dagogisch begleitet werden. Man spricht vom sogenannten \u201e<strong>Scaffolding<\/strong>\u201c, also Lernen durch begleitende Hilfestellung, weil Gehirnentwicklung auf reziproken, sozialen Interaktionen basiert. Mit anderen Worten, Lernen erfordert ein st\u00e4ndiges Hin- und Her (wie beim Ping-Pong) zwischen Kind und Bezugsperson(en). Beim Spracherwerb ist diese Reziprozit\u00e4t zwischen Bezugsperson und Kind besonders gut untersucht. Aber auch in sehr vielen anderen kognitiven Bereichen braucht es diese Reziprozit\u00e4t um Nervenbahnen durch wiederholte Aktivierung zu stabilisieren.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Vermeidung von Stresssituationen<\/strong>. Daf\u00fcr braucht es:<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Bewegung, frische Luft<\/li>\n<li>Gesundes Essen (Vitamine, Mg2+, Flavonoide [Fols\u00e4ure, Vit E, Antioxidantien], etc.)<\/li>\n<li><strong>Multisensorische Bereiche<\/strong> (Snoezelen R\u00e4ume: Licht- Klang-Musik- Duft-Taktile-Elemente; R\u00e4ume mit Entspannungsatmosph\u00e4re)<\/li>\n<li><strong>AUSREICHEND ZEITRESSOURCEN der P\u00e4dagogInnen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Elementarp\u00e4dagogInnen sind in \u00d6sterreich qualitative hoch ausgebildet. Aber sie brauchen nat\u00fcrlich auch die <strong>Zeitressourcen<\/strong> um das Wissen anwenden zu k\u00f6nnen.\u00a0 Warum ist das so wesentlich? Sind nicht ausreichend Ressourcen vorhanden, kann eine P\u00e4dagogin einem Kind nicht ausreichend Zeit widmen, bedeutet das Stress \u2013 Stress f\u00fcr die P\u00e4dagogIn, aber insbesondere <strong>Stress f\u00fcr das Kind<\/strong>. Kinder k\u00f6nnen Stress <em>selbst <\/em>noch nicht optimal regulieren. Das hei\u00dft, wenn ein Kind einer <strong>Stresssituation<\/strong> ausgesetzt ist (ausgel\u00f6st durch beispielsweise einem <strong>Mangel an Aufmerksamkeit oder Zuwendung<\/strong>, <strong>hohen L\u00e4rmpegel<\/strong>, Streitigkeiten ohne L\u00f6sungsansatz, usw.), dann wird die kindliche, k\u00f6rpereigene Stressachse (Hypothalamus, Hypophyse, Nebennierenrinde) aktiviert und es werden <strong>Stresshormone ausgesch\u00fcttet<\/strong>. Es kommt beispielsweise zu einer Aussch\u00fcttung von Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol aus der Nebennierenrinde, CRH (Corticotropin-Releasing-Hormon) aus dem Hypothalamus, Adrenocorticotropes Hormon (ACTH) aus der Hypophyse (Hirnanhangdr\u00fcse). Die Aktivierung dieser Komponenten der Stressachse k\u00f6nnen Kinder selbst nur schwer wieder hinunterregulieren. Die Regulierung erfolgt in der Regel von au\u00dfen. P\u00e4dagogInnen, wissen nat\u00fcrlich, wie sie die Regulation von au\u00dfen bewerkstelligen k\u00f6nnen: zum Beispiel durch Ber\u00fchrungen, Umarmungen (Oxytozin wirkt antagonistisch zu Cortisol), Bewegung an der frischen Luft (Vitamin D senkt den Cortisol-Spiegel; aerobe Bewegung senkt den Cortisol- und Adrenalin-Spiegel), Lachen (reduziert die Muskelspannung, erh\u00f6ht die Sauerstoffaufnahme und erh\u00f6ht die Aussch\u00fcttung von Endorphinen, also den k\u00f6rpereigenen Opioiden). Dazu braucht aber nat\u00fcrlich einen entsprechenden Betreuungsschl\u00fcssel um zun\u00e4chst eine Stresssituation rasch zu erkennen und anschlie\u00dfend schnell regulierend eingreifen zu k\u00f6nnen. Optimal w\u00e4re ein Betreuungsschl\u00fcssel von 5-6 Kindern (im Alter von 0-3 Jahren) pro Elementarp\u00e4dagogIn bzw. von 8 Kindern (im Alter von 3-6 Jahren) pro P\u00e4dagogIn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M.N.: W<\/strong><strong>ie viele Jahre Kindergarten w\u00e4ren aus Sicht der Hirnforschung w\u00fcnschenswert und warum?<\/strong><\/p>\n<p><strong>I.S-J.:<\/strong> Die Frage kann man nicht mit einer quantitativen Aussage beantworten, sondern nur mit einer qualitativen. Das verpflichtende Kindergartenjahr \u2013 also zumindest 1 Jahr f\u00fcr alle Kinder \u2013 ist sicher sehr gut, weil es gew\u00e4hrleistet, dass Kinder aus allen Bev\u00f6lkerungsgruppen, also auch aus jenen, die sich die Betreuung in einem Kindergarten vielleicht sonst nicht leisten k\u00f6nnten, die Chance zur F\u00f6rderung sozialer, emotionaler, kognitiver, sprachlicher und motorischer Kompetenzen erhalten. Das ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr den \u00dcbergang in die Schule und f\u00e4ngt Probleme ab, die sonst vielleicht beim Eintritt in die Schule schlagend geworden w\u00e4ren. Das hei\u00dft <strong>durch diese Ma\u00dfnahme des verpflichtenden Kindergartenjahres entlastet die Elementarp\u00e4dagogik das Grundschulsystem<\/strong>. Das ist ein Gewinn.<\/p>\n<p>Sollen Kinder 3, 4, 5 Jahre den Kindergarten besuchen? Prinzipiell ist p\u00e4dagogische F\u00f6rderung im fr\u00fchen, kindlichen Lebensabschnitt extrem wichtig. Im Kindesalter ist die <strong>Neuroplastizit\u00e4t <\/strong>besonders hoch<strong>. <\/strong>Unter Neuroplastizit\u00e4t versteht man Ver\u00e4nderungen in der Hirnanatomie und bei Hirnfunktionen, also beispielsweise die Ver\u00e4nderungen der synaptischen Verschaltungen zwischen den Gehirnzellen. <strong>Synapsen oder synaptische Verschaltungen sind jene Bereiche, wo Signal\u00fcbertragung stattfindet und Gehirnzellen miteinander kommunizieren<\/strong>. Die <strong>neuroplastischen \u00c4nderungen sind die Grundlage aller Lernprozesse<\/strong>. Am <strong>h\u00f6chsten ist die Neuroplastizit\u00e4t im Alter von 2-3 Jahren<\/strong>, nimmt dann etwas ab, wobei die neuroplastischen Prozesse weiter auf relativ hohem Niveau ablaufen bis zur Pubert\u00e4t, wo es nochmals einen Peak gibt. Danach kommt es wieder zu einer Verringerung der neuroplastischen Prozesse. Neuroplastizit\u00e4t findet aber ein ganzes Leben lang statt, wenn auch in geringerem Ausma\u00df je \u00e4lter wir werden. Durch die Neuroplastizit\u00e4t werden synaptische Verschaltungen entweder verst\u00e4rkt oder abgeschw\u00e4cht. Werden Reize und Erfahrungen h\u00e4ufig erlebt, dann kommt es zu einer Stabilisierung der synaptischen Verschaltungen. Werden bestimmte Reize oder Lerninhalte <em>nie<\/em> oder \u00e4u\u00dferst selten dargeboten, dann werden die entsprechenden Synapsen eingeschmolzen. Sie kennen wahrscheinlich den Spruch \u201e<strong>Use it or lose it<\/strong>\u201c, also \u201e<strong>ben\u00fctze es oder verliere es<\/strong>\u201c, das trifft sehr gut auf die neuroplastische Gehirnentwicklung zu.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, dass elementarp\u00e4dagogische F\u00f6rderung \u00fcber viele Jahre hinweg, also durchaus bereits in den ersten 2 Lebensjahren beginnend, einen gro\u00dfen Vorteil darstellen kann. Denn elementarp\u00e4dagogische Arbeit bietet Kindern vielf\u00e4ltigen Input zus\u00e4tzlich zu den gewohnten und nat\u00fcrlicherweise begrenzten Informationen und Lerninhalten durch die Eltern. Gerade heute, wo Familien oft nur auf die Kernfamilie von 3-4 Personen beschr\u00e4nkt sind, ist es ein gro\u00dfer Nutzen f\u00fcr Kinder mit anderen sozialen Impulsen in Kontakt zu kommen.<\/p>\n<p>Aber dazu braucht es die vorher angesprochene Qualit\u00e4t. Elementarp\u00e4dagogInnen sind exzellent ausgebildet, aber sie brauchen nat\u00fcrlich auch die <strong>Zeitressourcen um ihr Wissen anwenden zu k\u00f6nnen<\/strong>.<\/p>\n<p>Als Faustregel gilt nat\u00fcrlich, je j\u00fcnger die Kinder, desto gr\u00f6\u00dfere Anzahl an P\u00e4dagogInnen und BetreuerInnen sind notwendig. Nur so kann eine <strong>altersad\u00e4quate F\u00f6rderung<\/strong> gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n<p>Daher sehe ich die Frage nach der Anzahl der zu empfehlenden Kindergartenjahre nicht als eine, die die Hirnforschung beantworten kann. Diese Frage fu\u00dft vielmehr auf volkswirtschaftlichen Entscheidungen, n\u00e4mlich im Bezug auf die Berufst\u00e4tigkeit von Frauen. Wollen wir, dass Frauen in der Berufswelt die gleichen M\u00f6glichkeiten und Chancen wie M\u00e4nner haben? Dann muss die Bildungspolitik die Rahmenbedingungen daf\u00fcr schaffen. Diese Diskussion \u00fcberlasse ich Experten aus dem Bereich der Bildungspolitik sowie der Wirtschafts- und insbesondere der Arbeitsmarktpolitik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/science.orf.at\/stories\/3217277\/\">https:\/\/science.orf.at\/stories\/3217277\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Interview zum Thema \u201eGehirnforschung: Elementarbildung entscheidend f\u00fcr Bildungserfolg\u201c, gestaltet von Marlene Nowotny, wurde am 24. J\u00e4nner 2023 in \u00d61 ausgestrahlt. Den weiterf\u00fchrenden Text zum \u00d61 Kurz-Interview finden Sie hier:\u00a0 &nbsp; M.N.: Was ist Soziales Lernen? Welche Rolle spielt es im Kindergarten und dann f\u00fcr den sp\u00e4teren Wissenserwerb? 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